Regulatorisches Update

EMA Pilotprogramm für bahnbrechende Geräte 2026

Das EMA Pilotprogramm 2026 für bahnbrechende Geräte führt einen EU Regulierungspfad für bahnbrechende Medizinprodukte und IVDs mit hoher Neuheit und positiver klinischer Wirkung ein. Unterstützt durch MDCG 2025-9 und den Vorschlag 2025/0404 der Europäischen Kommission ermöglicht es eine adaptive Zertifizierung gemäß MDR Artikel 52a und IVDR Artikel 48a. Um sich zu qualifizieren, müssen Hersteller die Meinung eines Expertengremiums einholen, frühzeitig wissenschaftliche Beratung und behördliche Unterstützung einholen und gleichzeitig Sicherheits- und Leistungsstandards einhalten.

Veröffentlicht am:
21. April 2026

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird im zweiten Quartal 2026 ein Pilotprogramm starten, um bahnbrechende Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika zu unterstützen (IVDs). Das EMA Pilotprogramm für bahnbrechende Geräte 2026 soll einen regulatorischen Weg testen, der den Patientenzugang zu hochinnovativen Technologien beschleunigt, die sich durch einen hohen Grad an Neuheit und positiver klinischer Wirkung auszeichnen, und gleichzeitig die strengen Standards von EU für Sicherheit und Leistung einhalten.

Durch dieses Pilotprojekt erhalten Hersteller von ausgewiesenen bahnbrechenden Geräten verbesserte regulatorische Unterstützung und vorrangige wissenschaftliche Beratung durch Expertengremien für medizinische Geräte, die von EMA verwaltet werden.

Hauptziele des Pilotprogramms

Das Pilotprojekt EMA hat folgende Ziele:

  • Beschleunigen Sie den Zugang zu hochinnovativen medizinischen Technologien

  • Unterstützungsgeräte, die Neuheit und positive klinische Wirkung zeigen

  • Halten Sie EU Anforderungen an Sicherheit und Leistung ein

  • Verbessern Sie den strukturierten frühen Dialog zwischen Regulierungsbehörden und Herstellern

Diese Initiative spiegelt eine umfassendere EU Strategie wider, die eine schnellere Einführung transformativer Technologien ermöglichen soll, ohne die regulatorische Strenge einzuschränken.

Regulatorischer Rahmen und Rechtsgrundlage

Das Pilotprogramm baut auf dem Rahmen auf, der unter Folgendem festgelegt wurde:

Mit diesem Vorschlag werden adaptive Zertifizierungsverfahren für bahnbrechende Technologien eingeführt, darunter:

  • MDR Artikel 52a

  • IVDR Artikel 48a

Diese Bestimmungen ermöglichen es Herstellern, frühzeitig wissenschaftlichen Rat von Expertengremien einzuholen, wodurch die Vorhersehbarkeit der Vorschriften während der Entwicklung verbessert wird.

Einbeziehung des Expertengremiums und Benennungsprozess

Um sich im Rahmen des Pilotprogramms als bahnbrechende Technologie zu qualifizieren, müssen Hersteller eine Stellungnahme des zuständigen EMA Expertengremiums einholen.

Die Beurteilung basiert darauf, ob das Gerät Folgendes aufweist:

  • Ein hohes Maß an technologischer Neuheit

  • Eine positive klinische Auswirkung

  • Befriedigung eines ungedeckten oder erheblichen klinischen Bedarfs

Nur Geräte, die diese Kriterien erfüllen, können als bahnbrechende Technologien ausgewiesen werden und Zugang zum Pilotunterstützungspfad erhalten.

Im Rahmen des Pilotprojekts angebotene regulatorische Unterstützung

Hersteller, die in das Pilotprogramm aufgenommen werden, profitieren von:

  • Vorrangige wissenschaftliche Beratung durch EMA Expertengremien

  • Verbesserte regulatorische Interaktion während der gesamten Entwicklung

  • Strukturierte Anleitung zu Klassifizierung und Evidenzerwartungen

  • Frühzeitige Ausrichtung an den Anforderungen von MDR und IVDR

Durch diese Unterstützung soll die Unsicherheit verringert und die Regulierungseffizienz für innovative Technologien verbessert werden.

Compliance-Erwartungen und Herstellermaßnahmen

Hersteller sollten sich vorbereiten, indem sie:

  1. Bewertung, ob das Gerät die Durchbruchkriterien erfüllt (Neuheit + klinische Auswirkungen)

  2. Erstellung klinischer Nachweise zum Nachweis von Leistung und Nutzen

  3. Frühzeitige Einbindung in die Regulierungsplanung im Rahmen von MDR/IVDR Rahmenwerken

  4. Einreichen eines formellen Antrags auf Stellungnahme eines Expertengremiums

Das EMA wird vor dem Pilotstart detaillierte Leitfäden und Antragsvorlagen veröffentlichen, um konsistente Einreichungen zu unterstützen.

Auswirkungen auf die EU Medizinprodukteverordnung

Das EMA Pilotprogramm für bahnbrechende Geräte 2026 wird voraussichtlich:

  • Stärkung der Mechanismen für ein frühzeitiges regulatorisches Engagement

  • Verbessern Sie die Vorhersagbarkeit in MDR/IVDR Pfaden

  • Beschleunigen Sie den Zugang zu hochwirksamen medizinischen Technologien

  • Unterstützen Sie Innovationen und wahren Sie gleichzeitig strenge EU Sicherheitsstandards

Es stellt einen strukturierten Schritt hin zu adaptiveren Regulierungsmodellen für bahnbrechende Innovationen im Gesundheitswesen dar.

Wie dies in die EU Innovationsstrategie passt

Dieses Pilotprojekt unterstützt die umfassendere regulatorische Modernisierungsagenda von EU, indem es Folgendes ermöglicht:

  • Schnellere Umsetzung von Innovationen in die klinische Anwendung

  • Frühzeitige wissenschaftliche Validierung bahnbrechender Technologien

  • Stärkere Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Regulierungsbehörden

Es stärkt die Position des EU als weltweit strenges, aber innovationsbewusstes Regulierungsumfeld.

Interne Quellen

Externe Quellen

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