Regulatorisches Update

COFEPRIS Vereinfacht die Registrierungsverfahren für Medizinprodukte in Mexiko

Die mexikanische Regulierungsbehörde COFEPRIS hat neue Maßnahmen zur Vereinfachung der Registrierung von Medizinprodukten erlassen, darunter klarere Anwendungscodes nach Risikoklasse und kürzere Genehmigungsfristen. Diese Aktualisierungen zielen darauf ab, den Marktzugang sowohl für inländische als auch für internationale Hersteller zu optimieren und gleichzeitig die regulatorische Aufsicht aufrechtzuerhalten.

Veröffentlicht am:
1. September 2025

Im Anschluss an unsere vorherigen Updates zu COFEPRIS Optimiert die Registrierung von Medizinprodukten: Wichtige Erkenntnisse aus den Artikeln 22 bis 25 des Amtsblatts (7. Juli) und Mexiko COFEPRIS 2025 Abbreviated Pathway für Medizinprodukte (6. August) hat die mexikanische Regulierungsbehörde COFEPRIS am 22. August 2025 ein neues Update veröffentlicht. Dieses Update zielt darauf ab, die Registrierung von Medizinprodukten in Mexiko weiter zu vereinfachen.

Die neue Vereinbarung konsolidiert Verfahren, führt neue Homoklaven für Geräte mit geringem und höherem Risiko ein und zitiert gesetzliche Bestimmungen zur Reduzierung bürokratischer Schritte. Diese Maßnahmen sollen sowohl inländischen als auch ausländischen Herstellern helfen, schnellere und effizientere behördliche Genehmigungen zu erreichen.

Wichtige Vereinfachungsmaßnahmen für Medizinprodukte

1. Eliminierung redundanter Dokumentation

Hersteller müssen von COFEPRIS bereits ausgestellte Dokumente, wie Genehmigungen oder Zertifikate, nicht mehr erneut einreichen. Diese Änderung reduziert unnötigen Papierkram und verhindert Verzögerungen durch doppelte Einreichungen.

2. Einführung neuer Homoklaven

Für verschiedene Kategorien von Medizinprodukten wurden eindeutige Homoklaven etabliert, die zwischen risikoarmen und risikoreicheren Produkten unterscheiden. Diese Klassifizierung ermöglicht es Herstellern, schnell die regulatorischen Anforderungen für ihre Geräte zu ermitteln und so den Antragsprozess zu vereinfachen.

3. Zusammenführen und Debuggen von Anwendungsmodi und Codes

Die Vereinbarung geht auf die Komplexität mehrerer überlappender Anwendungstypen ein, indem sie Modi und Codes zusammenführt und klarstellt. Dadurch können Hersteller leichter den richtigen Weg für ihre Geräte ermitteln, unabhängig davon, ob es sich um Verbrauchsmaterialien mit geringem Risiko oder um implantierbare Geräte mit hohem Risiko handelt.

4. Zeitverkürzung für Genehmigungen

Die Genehmigungsfristen wurden verkürzt. Bestimmte Hygieneregistrierungen, die zuvor 30 Werktage erforderten, sind jetzt auf 20 Werktage festgelegt. Während die praktischen Ergebnisse von der Umsetzung abhängen, signalisiert diese Änderung die Absicht von COFEPRIS, den Überprüfungsprozess zu beschleunigen, was Unternehmen zugute kommt, die dringende oder innovative Geräte einführen.

Umfassendere Vereinfachungsmaßnahmen, die sich auf Geräte auswirken

Zusätzlich zu diesen medizinproduktspezifischen Maßnahmen führt die Vereinbarung umfassendere regulatorische Verbesserungen ein:

  • Zusammenführung mehrerer Verfahren zur Hygieneregistrierung von Medizinprodukten, Arzneimitteln und biologischen Produkten.

  • Aktualisierte und vereinfachte Anforderungen für Registrierungen, Genehmigungen und Zertifikate.

  • Abschaffung bestimmter Verfahren, insbesondere im Zusammenhang mit Gleichwertigkeitsabkommen mit anderen Ländern, die nun durch einen einheitlichen Weg abgedeckt werden.

  • Übergangsbestimmungen, wobei die meisten Änderungen 30 Werktage nach Veröffentlichung in Kraft treten und andere bis zu 180 Werktage benötigen.

  • Verpflichtung zur Akkreditierung einer Rechtsvertretung, um Verfahrensklarheit zu gewährleisten.

  • Förderung digitaler Plattformen, die schnellere Einreichungen und Echtzeitverfolgung ermöglichen.

Warum das für die Medizingeräteindustrie wichtig ist

Für Hersteller – sowohl inländische als auch ausländische – bringen diese Reformen greifbare Vorteile:

  • Schnellerer Marktzugang – Verkürzte Zulassungsfristen ermöglichen es den Geräten, Krankenhäuser und Patienten schneller zu erreichen.

  • Geringerer Compliance-Aufwand – Die Reduzierung redundanter Dokumentation und Schritte spart Zeit und Kosten.

  • Einfachere Wege – Zusammengeführte und klarere Anwendungscodes minimieren Fehler und Verwirrung.

  • Geförderte Innovation – Ein effizienterer Regulierungsrahmen stärkt das Vertrauen in die Einführung fortschrittlicher medizinischer Technologien.

Für Patienten und Gesundheitsdienstleister bedeuten diese Veränderungen einen früheren Zugang zu innovativen medizinischen Geräten, von Diagnosewerkzeugen bis hin zu lebensrettenden Implantaten, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Qualität.

Fazit

Die COFEPRIS-Vereinfachungsvereinbarung vom 22. August 2025, gültig ab 6. Oktober 2025, stellt einen Meilenstein für den mexikanischen Medizingerätesektor dar. Durch die Eliminierung redundanter Anforderungen, die Zusammenführung von Antragswegen und die Verkürzung der Genehmigungsfristen schafft COFEPRIS ein agileres und vorhersehbareres regulatorisches Umfeld.

Bei wirksamer Umsetzung könnten diese Reformen Mexiko zu einem attraktiveren Markt für Innovationen im Bereich Medizinprodukte machen und gleichzeitig sicherstellen, dass Patienten von einem schnelleren Zugang zu fortschrittlichen Gesundheitstechnologien profitieren.

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