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Klassifizierung Medizinprodukte in Indonesien

Die Klassifizierung von Medizinprodukten in Indonesien basiert auf den ASEAN- und GHTF-Rahmenwerken.

Regulatorischer Überblick

Wie werden Medizinprodukte klassifiziert?

Das indonesische System zur Klassifizierung von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika (IVD) orientiert sich maßgeblich an den Rahmenrichtlinien der Global Harmonization Task Force (GHTF) und der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Es kombiniert Ansätze aus beiden Systemen, um Medizinprodukte und IVD anhand ihres Risikopotenzials von niedrig bis hoch in vier Klassen einzustufen: Klasse A, Klasse B, Klasse C und Klasse D.

Je höher das Risiko und je komplexer Ihr Produkt ist, desto umfangreicher sind die regulatorischen Dokumentationspflichten. Dies betrifft insbesondere klinische Daten sowie die erforderlichen Prüf- und Validierungsnachweise, die zum Nachweis der Sicherheit und Leistungsfähigkeit erbracht werden müssen. Zudem verschärfen sich bei Produkten höherer Risikoklassen auch die Vorgaben für die Kennzeichnung und die Gebrauchsanweisung (IFU).

Klassifizierungsstufen für Medizinprodukte in Indonesien

Medizinprodukte und IVD werden in vier Risikoklassen eingeteilt:

  • Klasse A: geringes Risikopotenzial für Anwender, Patienten oder die Öffentlichkeit (z. B. Pflaster und Untersuchungshandschuhe).
  • Klasse B: mäßiges Risikopotenzial für Anwender, Patienten oder die Öffentlichkeit (z. B. Blutdruckmessgeräte und Thermometer).
  • Klasse C: mäßig-hohes Risikopotenzial für Anwender, Patienten oder die Öffentlichkeit (z. B. elektrochirurgische Instrumente und Katheter); und
  • Klasse D: hohes Risikopotenzial für Anwender, Patienten oder die Öffentlichkeit (z. B. Herzschrittmacher und Gelenkersatz).

Gruppierung von Medizinprodukten in Indonesien

Medizinprodukte können für einen gemeinsamen Registrierungsantrag gruppiert werden. Die allgemeinen Kriterien für eine solche Gruppierung umfassen:

  • gleiche Zweckbestimmung,
  • Verwendung in Kombination, um die Zweckbestimmung zu erreichen, oder
  • Ähnlichkeit der Produkte zur Vereinfachung der Vertriebsgenehmigung.

Es gibt verschiedene Gruppierungskategorien mit jeweils spezifischen Anforderungen. So unterscheiden sich beispielsweise die Anforderungen für eine Produktfamilie mit ähnlicher Zweckbestimmung von denen für ein System, dessen Komponenten für die gemeinsame Verwendung vorgesehen sind. Zudem ist es wichtig, die unterschiedlichen Anforderungen an die Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung (IFU) zu beachten, die für die jeweiligen Gruppierungskategorien gelten.

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